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Berlin/Velten (ddp-lbg). Wegen sexuellen Missbrauchs mehrerer Jungen ist der frühere Leiter eines Veltener Jugendklubs am Donnerstag zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Berlin verhängte gegen den einschlägig vorbestraften Sozialarbeiter zudem ein fünfjähriges Berufsverbot. Der 43-Jährige wurde schuldig gesprochen, während seiner Tätigkeit als Klubleiter von April 2001 bis April 2006 sich in 21 Fällen an insgesamt neun Jungen im Alter von anfangs 11 bis 16 Jahren sexuell vergangen zu haben.
 

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    Töchter 18 Mal geschwängert PDF Drucken E-Mail
    Geschrieben von Administrator   
    Freitag, 12. März 2010

    In 35 Jahren 67 Mal umgezogen

    "Wir haben diese Familie im Stich gelassen!": Eine behördliche Untersuchungskommission in der britischen Stadt Sheffield hat massive Verfehlungen in Bezug auf einen als "britischen Fall Fritzl." in die Schlagzeilen geratenen Missbrauchsfall eingestanden. Mehr als 100 Beamten waren die Greueltaten eines heute 56-Jährigen an seinen beiden Töchtern über fast 30 Jahre hinweg nicht aufgefallen. Der Bericht der Kommission enthüllt jetzt erst das Ausmaß der Verbrechen, für die der Mann im November 2008 25-fach zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

    Der 56-jährige Täter aus Sheffield hatte seine Töchter fast 30 Jahre lang regelmäßig missbraucht, vergewaltigt und dabei mehrfach geschwängert. Das Martyrium der Mädchen begann bereits im Kindergartenalter. Mit Schlägen und Erniedrigungen machte der Vater sie gefügig. Der sexuelle Missbrauch begann 1981, als die beiden Mädchen acht und zehn Jahre alt waren.

    Der Mann isolierte die beiden Töchter voneinander, erst durch die Schwangerschaften erkannten sie, dass er ihnen beiden dasselbe antat. Innerhalb der nächsten 25 Jahre wurde die ältere Tochter sieben Mal, die jüngere zwölf Mal schwanger. Sieben Kinder überlebten. Die Frauen berichteten beim Prozess im Jahre 2008, wie ihr Vater sie immer wieder quälte, folterte und ihnen mit dem Tod ihrer Kinder drohte, um sie gefügig zu halten.

    Im Gegensatz zu Josef F., mit dem der 56-jährige Brite verglichen wird, sperrte der Vater seine beiden Töchter nicht in ein physisches Gefängnis, aber in ein psychisches. Jahrelang vergewaltigte er sie täglich, bis zuletzt mindestens zwei Mal pro Woche. Auch den Bruder der beiden Frauen hielt sich der 56-Jährige mit Gewaltexzessen gefügig. Die Mutter verließ die Familie im Jahre 1992.

    Jahrzehntelang Hinweise ignoriert
    Trotz einer Reihe von Hinweisen war der Fall bei den Behörden jahrzehntelang unentdeckt geblieben, bis die beiden Frauen im Jahr 2008 ihr Schweigen brachen und zur Polizei gingen. Davor hatte es Anzeigen und Sachverhaltsdarstellungen gegeben, denen nicht nachgegangen wurde. Auch über die Herkunft der Kinder gab es Gerüchte, um die sich jedoch kein Sozialarbeiter kümmerte.

    Eine der beiden Frauen rief sogar bei einer Hotline an, legte jedoch auf, als ihr nicht garantiert wurde, dass ihre Kinder nicht in ein Heim müssten. Nachforschungen wurden nicht angestellt.

    "Wir möchten uns entschuldigen"
    "Wir möchten uns entschuldigen", sagte die Leiterin des Jugendamtes von Sheffield, Sue Fiennes, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch. Fiennes gestand die massiven Verfehlungen ein, die jetzt bei der Aufarbeitung des Inzest-Dramas aufgetaucht seien. "Wir sind entschlossen, unnachgiebig daran zu arbeiten, das Risiko, dass sich so etwas wiederholt, zu minimieren", sagte Fiennes nun. Die betroffenen Behörden hätten "Lektionen gelernt".

    Die Untersuchung habe ergeben, dass sich über die Jahre 28 verschiedene behördliche Einrichtungen und mehr als 100 Mitarbeiter mit der Familie befasst hätten, aber niemand eingegriffen habe. Der Vater war den Angaben zufolge mit seiner Familie in 35 Jahren 67 Mal umgezogen, um nicht entdeckt zu werden.

    Die britische Zeitung "Sun" titelte am Donnerstag mit: "Sorry, dass wir euren Vater euch 25 Jahre lang vergewaltigen ließen."

    12.03.2010(krone)

     
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