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Der mehrfach vorbestrafte Christian G. (44) aus Wedel ist am 26.07.2008 vom Landgericht Itzehoe erneut zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden (AZ: 307 JS 2347/08). Die Kammer unter Vorsitz des Richters Eberhard Hülsing sah es als erwiesen an, dass G. im Zeitraum von Herbst 2007 bis Januar zwei Jungen im Alter von zehn und zwölf Jahren in mindestens zehn Fällen sexuell missbraucht hat.

 

 

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    Anti-Spießer-Hysterie PDF Drucken E-Mail
    Geschrieben von Administrator   
    Dienstag, 9. März 2010

    Zwei Lehrer und eine Sex-Gespielin

    Beim massenhaften sexuellen Missbrauch im Reform-Internat Odenwaldschule in Hessen waren nach neuesten Informationen auch Mädchen unter den Opfern. In einem Fall sollen sich zwei Lehrer ein Mädchen als sexuelle Gespielin "geteilt" haben. "Es ging da in all den Jahren sehr freizügig zu", zitierte die "Frankfurter Rundschau" einen Ex-Schüler und Zeugen. In mehreren Fällen sollen Lehrer ihre jugendlichen Geliebten später auch geheiratet haben.

    Der Ex-Lehrer Salman Ansari prangerte die Ausnutzung der Machtposition durch seine Kollegen an: Selbst wenn die Mädchen älter als 16 Jahre gewesen sein sollten, müsse man von sexuellem Missbrauch ausgehen. Da an der Reformschule der Lehrer gleichzeitig "Familienoberhaupt" sei, übernehme er für seine schutzbefohlenen Schüler eine Art Vaterrolle, die in diesen Fällen schamlos ausgenutzt worden sei.

    "Anti-Spießer-Hysterie" begünstigte Missbrauch
    Ein weiterer Schüler berichtete, wie Kritiker mundtot gemacht worden seien. Es habe in den 70er- und 80er-Jahren eine regelrechte "Anti-Spießer-Hysterie" geherrscht, welche die Übergriffe erst möglich gemacht habe. Wer seinerzeit etwas bemerkt und gesagt habe, sei "sofort als Spießer geächtet worden. Das war grauenhaft", sagte der Mann. Eine unabhängige Kontrollinstanz habe es nicht gegeben. Im Grunde hätte die Schulleitung eingreifen müssen, dort aber habe der ebenfalls des Missbrauchs beschuldigte Rektor gesessen.

    09.03.2010(krone)

     
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